Romantik

29 Okt 2015 / By  / IN Allgemein / gallery

Ich habe in den letzten 3 Wochen ein paar Workshops gegeben. Das war auch mal für mich eine neue Erfahrung. Vor allem habe ich da etwas über mich gelernt.

Ich habe ein paar Mal ausgesprochen, was für mich mittlerweile irgendwie selbstverständlich ist. Dabei habe ich leider auch gemerkt, wie ich das manchmal etwas sträflich behandele. Dass Bilder der Bilder wegen gemacht werden. Das hat mich in letzter Zeit ganz schön gestört. Man muss sich um soviel kümmern. Schnell kann man sich da zum Sklaven des Online-Tempos machen. Doch es ist doch irgendwie die Liebe für die Dinge, für die wir Leidenschaft entwickeln, denen wir uns hingeben und wo einem ein Grinsen über die Lippen rutscht, wenn es gut geworden ist. Das sind doch die Kräfte, die uns antreiben und motivieren. Für die man gleichermaßen Hass und Freude empfinden kann. Aus diesem Gefühl, dieser Liebe heraus, sind wir erst in der Lage Dinge umzusetzen und unglaubliche Energie zu entwickeln. Kräfte zu bündeln, kreativ zu sein und hinter dem zu stehen, was man tut. Ich habe mit 14 Jahren das erste Mal eine Kamera in der Hand gehabt und Fotos entstehen lassen. Ahnungslos und oft auch hilflos. Keiner da, der mir irgendwas zeigen konnte. Also habe ich mich einfach auf die Fotografie eingelassen. Ohne darüber nachzudenken. Intuitiv. Wild. Es war vielleicht am Anfang nur ein kleiner Flirt, der mich aber immer beschäftigt hat. Und egal in welcher Situation, diese schöne Form des Festhaltens war immer für mich da. Immer eine Hilfe. Manchmal laut oder mit einer Ohrfeige. Manchmal ganz still und fein.

Heute sitze ich dann da und versuche aus meinem Verständnis heraus, anderen Menschen zu erklären, wie es gehen könnte. Sie kleben an deinen Lippen und hoffen darauf, dass du jeden Moment die Schachtel öffnest und das Geheimnis lüftest. Wenn es so wäre, gäbe es all die wunderbaren Künstler dieser Welt nicht. Mich auch nicht. Es ist die Suche danach. Dieses gewisse Etwas. Wenn die Fotografie eine Frau wäre, dann ist Sie die geheimnisvolle, die schöne, die ehrliche, die zickige und die heiße, der Mann immer hinterherläuft. Steht Sie dann vor einem, zeigt Sie dir was möglich ist, macht Dich wahnsinnig, lässt dich allein und nimmt dich trotzdem an die Hand. Sie küsst dich und ignoriert dich. Ich werde wieder mehr die Sinne schärfen und dieser schönen Liebe weiter nachgehen. Nächste Woche kehre ich an den Ort zurück, an dem aus dem Flirt eine Liebe geworden ist. New York City. Aufgeregt bin ich. Das Herz klopft.

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