Rollende Woche

28 Mrz 2017 / By  / IN Allgemein, Menschen, Orte / gallery

Köln. Alle 2 Jahre habe ich einen großen Auftrag in der Stadt am Rhein. Irgendwie tu ich mich immer ein bisschen schwer, die Stadt für mich einzuordnen. Aber sei es drum. Vielleicht bin ich einfach zu streng. Schließlich war ich hier das erste Mal Trauzeuge. Keine schlechte Erinnerung. Glücklicherweise durfte ich ein weiteres Mal die Fujifilm X-Pro 2 testen. Diesmal aber mit dem Fokus auf drei Linsen von Fuji. 10-24mm. 35mm. 56mm. Das XF10-24mm F4.0 hatte ich ja schon in Kenya dabei. Das kann was. Dramatische Perspektiven und es hat so einen „immer-dabei-Charakter“. Jedes Mal, wenn ich auf der Messe überlegt habe, was ich für den Auftrag brauche, war das Weitwinkel dabei. Der schnelle und treffsichere Autofokus in Kombination mit dem OIS-Bildstabilisator machen es zu einer sicheren Bank. Indoor kommt es dann aber doch irgendwann an seine Grenzen. Wenn es das noch ein bisschen lichtstärker geben würde. Oha! Das hätte was. Draußen ist das Ding eine Waffe. Bei Gegenlicht bleibt genügend Zeichnung übrig, um spektakuläre Bilder zu machen. Ich habe es auch für eine kleine Serie verwendet. Arbeitsplätze von oben. Die Fuji auf ein Stativ geschraubt. WLAN Verbindung zur Fuji-App auf meinem Samsung hergestellt. Und dann einmal durch den Messestand laufen. Kamera oben und Handy in der Hand. Anstrengend aber witzig.

Am meisten habe ich mich aber auf das Fujinon 56mm/1.2 gefreut. Etwas schwerer und man spürt schon, dass hier mehr Qualität drin steckt. Aber, weil die liebe Fuji so schön leicht ist, stören die knapp 400 Gramm nicht wirklich. Ich hatte gedacht, dass ich damit so die ganzen Portraits machen werde. Habe ich eigentlich auch, allerdings nur bei gestellten Portraits. Leider hat es einen kleinen Haken. Wenn sich dein Motiv bewegt, dann liegt der Fokus schon auch mal daneben. Wenn du schnell reagieren musst, weil sich dein Motiv etwas bewegt und du schnell fokussieren musst, dann lässt dich das 56mm bei offener Blende auch mal im Stich. Leider hatte ich nicht genügend Zeit und Spielraum mich daran zu gewöhnen. Hatte ich allerdings die Zeit, in Ruhe zu fokussieren oder den Autofokus arbeiten zu lassen, muss man schon Grinsen bei der Bildauswertung. Scharf. Schön. Ausgewogen. Bokeh. Qualität. Auch bei sehr wenig Licht sind über jeden Zweifel erhaben. Ich glaube, ich werde es mir nochmal bei einem Portraitshooting zur Brust nehmen, um es abschließend zu bewerten.

Die Geheimwaffe ist das 35mm. Kurz gesagt. Das Ding ist eigentlich das geilste Objektiv, dass ich bisher auf der Fuji drauf hatte. Ich habe lang nicht so viel mit 35mm (muss es ja noch umrechnen) also mit knapp 50mm, fotografiert. Nicht nur die Bildausschnitt, sondern auch die offene Blende bei 1.4 macht mega Spaß. Der Autofokus sitzt fast immer. Ich bin auf Nummer sicher gegangen und habe meistens mit Blende 2 in der Messehalle fotografiert. Die Fuji mit dem 35mm. Wenn ich noch einen Wunsch zum Geburtstag offen hätte…Dann den! Die Linse kostet  knapp 600 Euro. Gehört bei jedem Fujigrafen in die Tasche. Sieht sexy aus, ist gut verabeitet, lichtstark, guter Autofokus und macht Laune. Durch den Bildausschnitt musst dich als Fotograf endlich wieder richtig ins Zeug legen. Ich habe oft in die Tasche geschaut und das 56mm liegen gelassen und das 35er drauf geschraubt.

Übrigens habe ich den Großteil der Messereportage mit 1000 ISO fotografiert. Das 10-24er rauscht ein kleines bisschen aber insgesamt geht die Fuji X-Pro2 sehr sanft mit solchen ISO-Zahlen um. Auch in schlecht ausgeleuchteten Tagungssälen kannst du mit dem 35er und 56er locker weiter über 1000 ISO fotografieren ohne, dass die Bildqualität verloren geht.

Ach, was bin ich in diese Kamera verliebt. Man hat mir auch gesagt, dass sie sehr gut zu mir passt.. Ich vermute mal es wird nicht mehr lang dauern…

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