Mal wieder auf der Suche!

22 Feb 2015 / By  / IN Allgemein, Menschen, Orte / gallery

Ich habe ja schon mehrfach diese 1001 Nacht gesucht, dabei handelt es sich wohl oft nur um einen Mythos oder um schön erzählte Geschichten. Und ich bin, meiner Meinung nach, im Orient fast fündig geworden. Aber eben nur fast und dabei bleibt es auch. Gut so. Man ist ja trotzdem irgendwie motiviert und muss sich neue Ziele setzen. Diesmal: das Paradies. Wenn man sich mal die Mühe macht und den Begriff mal googelt, dann ist das etwas verwirrend. Unzählige Bedeutungen und Definitionen findet man. Wobei die Begriffserklärungen mich nicht wirklich glücklich stimmen. Gut, dann versuche ich mal hier in Thailand das Paradies zu finden. Was hab ich zur Auswahl? Was sind denn eigentlich die Kriterien für so etwas. Viele sagen ja: Palmen. Sonne. Weißer Strand und keine Menschen. Hmm. Strände haben wir sehr sehr viele hier gesehen.  Ob es in der Rai Leh Bay ein Strand umzingelt von riesigen Karstfelsen ist, oder ein einsamer Strand auf Koh Phangan, oder ein noch einsamerer Strand auf der kleinen Insel Koh Jum. Die waren Alle toll. Nur irgendwas ist dann immer. Entweder der Sand nicht weiß genug, das Wasser nicht türkis genug oder drei Menschen im Umkreis von 2 Kilometern. Das ist vielleicht etwas übertrieben aber im Grunde ist es mühselig, da eine passende Definition zu finden. In unserer Vorstellung existiert dieser perfekte Strand/das Paradies. Ich habe diese Vorstellung aus meinem Vorstellungskatalog entfernt. Das stresst mich irgendwie. Da sitze ich, 8500 km entfernt von Leipzig und nach ca. 3500 km Thailandrundreise auf Koh Jum. An einem Strand. Unter einer Palme. Bei angenehmen, wenn auch etwas heißen 32°C, mit einem Bier in der Hand und denke mir: „Im Moment gibt es für mich keinen schöneren Ort als dieses Stückchen Erde.“ Mit der Reise im Nacken habe ich daher wohl 20 Paradiese gesehen. Eins schöner als das andere. Was gibt es Besseres? Zum Beispiel Koh Phangan. Wir haben eine Rollertour gemacht um ein bisschen die Insel zu erkunden. Während der gemütlichen Fahrt sehe ich Landschaften und Buchten, die mich immer mal ein kurzes “Wow” in den Fahrtwind staunen lassen. Hütten. Felsen. Tiefhängende, chaotische Stromleitungen. Palmen und Bananenstauden direkt an der Straße. Hügel hoch. Über die Bucht auf das Meer schauen. Hügel runter und an der Straße an kleinen coolen Strandbars halten. Besser gehts nicht.

Diesmal habe ich gefunden wonach ich gesucht habe. Meine Antwort auf die Paradiesfrage. Zum einen ist mir dieses Paradies völlig wurscht, zum anderen habe ich gelernt wie wichtig es ist, die Dinge zu genießen, die man gerade hat.Ist mein Glas halb voll oder halb leer. Sei es auf Reisen oder im Alltag. Es macht viel aus, ob ich mit dem gerade erreichten Ziel auf einer Reise glücklich bin oder wieder irgendwas zu meckern habe, was ich irgendwo im TV oder in einer Zeitschrift gesehen habe. Manchmal reicht den Leuten auch eine übertriebene Urlaubserzählung um danach zu suchen. Selbst wenn sie es nicht finden, erzählen Sie den Nachbarn, dass Sie es gefunden haben. Hauptsache ich kann sagen: “Paradies? War ich schon!” Kannst du bei “ab-in-den-Urlaub” buchen.

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