Kopenhagen

19 Apr 2015 / By  / IN Allgemein, Orte / gallery

Da bin ich mal wieder hier oben im Norden. Wieder Kopenhagen. Aber bisher reichte es nur für Tagestouren oder Durchfahrten. Das sollte sich jetzt endlich mal ändern. Über Airbnb habe ich mir ein nettes Büdchen rausgesucht und voll ins Schwarze getroffen. “Fühl dich wie zuhause!” stand auf einer Kreidetafel an der Wohnungstür geschrieben. Das WLAN heißt Pretty-fly-for-a-WIFI. Ich mag den Song von „The Offspring.“ Da springen meine “ist-mir-Alles-sehr-sympathisch-Gene” an. Die Nachbarn sollen wohl sehr nett sein und ich fühle mich pudelwohl hier. Erstmal die Sachen in die Ecke stellen und einen kleinen Spaziergang machen. Ich wohne etwas südlich von Christianshavn und Christiania. Sehr hippe Viertel. Das eine ist wirklich sehr hipp und schön. Der andere Teil riecht nach Kiffe und ist eine autonome Kommune mitten in der Stadt. Was will ich mehr. Schönes Wetter. Nette kleine Läden. Verrückte Leute. Hipster. Touristen. Und größtenteils tiefenentspannte Dänen auf ihren Rädern. Die Atmosphäre passt mir sehr gut in den Kram. Ich habe nämlich Tilt-Shift Objektiv dabei und schaue mal ob „tilten und shiften“ etwas für mich ist. Kann man mal machen aber der Look ist ziemlich schnell langweilig für mich. Hmm. Ich gebe noch nicht auf. Das müsste ich mal bei einem Portraitshooting ausprobieren.

Mit dem Gedanken im Kopf laufe ich so durch meine Wohnung und mir kommt in den Sinn: „Hier musst du Fotos machen.“ Überall scheint das Licht in die Wohnung. Mir fehlt eigentlich nur noch jemand der sich fotofreundlich das Licht ins Gesicht scheinen lässt. Spontan habe ich die Idee meine Vermieterin zu fragen. Auf ihre Antwort, dass Sie auf Fotos scheiße aussieht, reagiere ich gewohnt ignorant und freu mich innerlich, dass ich mein Model für mein Licht, mein Objektiv und meinen Gedanken gefunden habe. Sie bringt gleich noch ihre Freundin Birdie mit und die wiederum noch Abendbrot. Besser geht es ja nicht. Die Mädels haben zwar nur eine Stunde Zeit aber das ist besser als keine Zeit.

Wir machen ein paar Fotos und essen Brot mit Hering, Zwiebeln und irgendeiner Paste von Oma. Typisch dänisch. Mir ist das eigentlich gerade egal, denn ich freue mich über meinen kleinen umgesetzten Plan. Shooting in Englisch, getiltshiftet und jede Menge gelernt. Das war mal ein Trip der erkenntnisreichen Sorte.

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