Jetzt erst recht

04 Mrz 2016 / By  / IN Menschen, Schwarz und Weiß / gallery

Heute vor 2 Wochen wurde ja bekanntermaßen mein Fahrrad geklaut. Eigentlich genügend Zeit, um darüber hinweg zu kommen. Ein neues zu kaufen und einen Haken daran zu machen. Ich sollte zu mir sagen: “Find dich damit ab!”. Aber der Widerstandskämpfer in mir sagt: “Leck mich! Das nehme ich nicht einfach so hin!”. Also habe ich mal meine Recherche etwas vertieft und ein bisschen das Netz durchstöbert. Methodik und Weiträumigkeit der Diebstahlbewegung ist zum Teil ganz schön erschreckend. Mit einer Selbstverständlichkeit werden heutzutage Fahrräder geklaut. Es sind wohl nicht die kleinen Strauchdiebe oder organisiertere Banden! Das macht einen schon etwas stutzig.

Ich war ja relativ schlau und habe mein Rad registrieren lassen. Habe es auch ordnungsgemäß angezeigt und jetzt hoffe ich, dass es gefunden wird. Möglich ist es. Da muss ich an dieser Stelle mal ein Lob aussprechen. Man schimpft ja immer über die Polizei. Aber hier wird wirklich was getan. Zwar ist es ein Kampf gegen Windmühlen aber er wird aufgenommen. Es ging zum Beispiel eine Meldung durch das Radio, dass man in Leipzig Fahrraddiebe hochgenommen hat. Jungs im Alter von 14 – 16 Jahren. Da wurden auch mehrere Räder beschlagnahmt. Vielleicht meins? Also habe ich mal geschaut, was denn alles so möglich ist, wenn man “Diebstahlopfer” geworden ist. Siehe da, die Polizei hat dafür eine eigene “Sonderermittlungsgruppe” ausgerufen, die sich ausschließlich mit dem Thema beschäftigt. Meine Anzeige ist direkt dort bearbeitet worden und ich bekam auch schon ein Feedback von einem Beamten. Wir haben noch ein bis zwei Informationen ausgetauscht und nun ist mein Rad zur Fahndung ausgeschrieben. “Wir finden immer wieder Räder! Neuer Trend ist die Faulheit nach Hause zu laufen, wenn man von der Party kommt! Die Leute (leider auch Studenten) klauen die Räder, fahren nach Hause und schmeißen die Dinger in die Ecke”. Die Vorstellung macht mich da gleich noch trauriger. Wenn es organisierte Kirminalität ist, dann kann ich da anders mit umgehen. Aber wenn es Leute sein könnten, die einfach zuviel Bier getrunken haben und von einer Fete nach Hause wollen. Hmm. Das kotzt mich ja fast noch mehr an.

Was also tun? Ich habe zwei Männer gefunden, die ganz aktiv etwas dagegen tun! Die Jungs haben einen Plan und den werde ich bald mal unter die Lupe nehmen. Bis dahin würde ich gern wissen, wem es ähnlich geht. Erzählt mir eure Radgeschichten! Die tollsten Touren oder Erlebnisse. Lustiges. Trauriges. Kommt mich im Laden besuchen oder schreibt mir! Wer weiß, wofür es gut sein kann. Als Motivation gibt es noch ein paar Bilder aus den letzten Shootings.

P.S.: An den Dieb meines Rades: Ich kann verdammt hartnäckig sein.

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