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18 Okt 2016 / By  / IN Orte, Schwarz und Weiß / gallery

Rotterdam. Nachdem ich Peter Lindbergh in Paris getroffen habe und mich sein Buch „Another Vision of Fashion Photography“ so unglaublich begeistert, hatte ich mir vorgenommen, seine Ausstellung in der Kunsthal Rotterdam anzuschauen. Gesagt! Getan! Und nebenbei noch ein bisschen Rotterdam anschauen. Über AirBnB checken wir bei Edwin ein. Er zeigt uns das sehr nette Loft und bietet uns gleich noch eine kostenlose Teilnahme am hauseigenen Yoga-Kurs an. Ähm. Vielleicht. Wir machen zwei ausgiebige Spaziergänge durch die Stadt. Die irgendwie ganz schön kühl wirkt und eher nüchtern daher kommt. Das ist man von anderen Großstädten anders gewöhnt. Manchmal ist das aber garnicht so verkehrt, wenn ein Ort nicht gleich Alles preis gibt. Das bietet dann Potenzial nochmal hierher zu reisen, weil einem das Gefühl beschleicht nicht zu wenig gesehen zu haben. Zumal Rotterdam nicht zwingend mit Sightseeing-Highlights am Hemdkragen rumrennt. Mag ich. Nachdem uns eine Kellnerin ein bis zwei Tipps mit auf den Weg gegeben hat, knackt man ein bisschen diese kühle Schale der Stadt. Alter Hafen. Innenstadt. Die einzelnen Kwartiere. Witte de Wittstraat. Eine Stadt der Architekten und Künstler. Das gute dabei ist, es gibt wenig Touristen. Die fahren vielleicht zu tausenden durch den riesigen Hafen und machen schöne Rundfahrten.

Das Hauptziel bleibt die Kunsthal. Das Gelände rund um das Ausstellungsgebäude ist eine sehr großzügig angelegte Museumsinsel. Fußball spielende Kinder. Ein paar Bauarbeiter. Geführte Gruppen. Mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Ein bisschen deutlich steigt jetzt die Vorfreude. Nachdem wir die Afrikaausstellung durchlaufen sind (nebenbei gesagt: sehr sehenswert), geht es in die Halle 2. 4 Fotos von Lindbergh hängen in einer Art Vorraum. Dann der erste Raum. Weiße Wände. Gerahmte Portraits. Dahinter eine Dunkelkammer. Immer wieder blitzen seine Musen durch. Milla Jovovich, Kate Moss oder Linda Evanglista. Der nächste Raum ist schwarz. Die Tänzerinnen. Dann geht es in Richtung „the Unknown“. Dann wieder ein weißer Raum. Im vorletzten Galerieraum hängen scheinbar nochmal die absoluten Oderhighlights. Die nackte Naomi Campbell. Das Hemdenbild der Supermodels. Die drei Frauen am Strand in den weißen Blusen und schwarzen Hosen. Amber Valletta als versiffter Engel. Immer wieder Kate Moss. Hmm. Das könnte ewig so weitergehen. Ich bin so gefangen in diesem unglaublichen Lebenswerk. Die Bilder nehmen mich auf eine Reise. Zu mir. Mein Kopf fängt an mich klein zu machen. Diese Leichtigkeit in den Bildern, die gewaltigen Inszinierungen und das simple in seinen Potraits lässt mich begreifen wieviel Arbeit und Energie Peter Lindbergh in sein Werk gesteckt hat. Ich muss nur aufpassen, dass es mich nicht erdrückt und entmutigt. Ich lass das erstmal sacken. Diese Ausstellung ist so sehr inspirierend, dass man diese Kraft greifen muss um daraus etwas für sich mitzunehmen und zwar nicht nur wie unerreichbar wertvoll, Peter Lindbergh´s Beitrag für die Fotografie ist. Davon mal abgesehen, ist es für JEDEN ein sehr sehenswerter Zeitvertreib.

Mal sehen, was ich aus diesem Peter Lindbergh Flash aus Paris und Rotterdam übertragen kann.

Eine kleine Randnotiz gibt es auch noch zu dem Rotterdamroadtrip. Clueso hat sein neues Album auf veröffentlicht. Ich finde es schlicht und ergreifend gelungen. Gute Texte und mal ein paar neue Komponenten in seinem Songwriting. Ich mag Gordo, Erinnerungen und Sorgenfrei. Kommt zu meinen Alben, die ich sofort mag…

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