Dreizehn

18 Aug 2017 / By  / IN Allgemein, Orte / gallery

Hallo mein lieber Blog. Alter, was ein Tag. Ich habe mir den Kopf zerbrochen und glaube, dass ich die Lösung für alles gefunden habe. Ich saß da also vor meinem Atelier. Eine Limo in der Hand und schaute mir so die unzähligen Autos an. Jeden Tag das gleiche Spiel. Autos über Autos. Die Leute sind unentspannt. Manche genervt von der Arbeit. Manche wiederum vom Stau an sich. Manche von den roten Ampeln. So richtig glücklich wirkt keiner. Klar, es gibt Ausnahmen. Hier vor der Tür sind schon Unfälle passiert. Jeglicher Art. Da habe ich mir so gedacht, jetzt pass gut auf, da habe ich gedacht: Wie wäre das, wenn alle einfach mit dem Rad fahren würden. Es wäre ruhig. Kein Stau. Frische Luft. Der kleine Abschnitt hier vor dem Schaufenster wäre ein besserer Ort.

Warum erzähl ich dir das eigentlich? Ehrlich gesagt könnte ich im Strahl kotzen und mich aufregen. Aufregen darüber, in was für einer Welt wir eigentlich leben. Die beschissenen Nachrichten sind nicht mehr zum Aushalten. Diese Pisser, die sich Präsidenten nennen. Sich wie kleine Kinder streiten, wer mit welchem Lego-Baustein spielen darf und dabei vergessen, dass wir nicht über Lego, sondern über Menschen, Länder oder in dem Fall über Atomraketen reden. Die machen den Leuten Angst. Drückt endlich diesen Scheißknopf und ballert euch weg. Die Menschen werden von einer Handvoll Verrückter in den Abgrund getrieben. Wir stehen dicht davor. Aber das ist ja nur die eine Seite. Die Politische. Nehmen wir uns. Einzelleben. Hauptsache wir schaffen unser Zeug. Jeder seins. Das ist schwer genug. Wir sagen viel und doch nichts. Wir haben eine Angstwelt geschaffen. Passiert etwas Schlimmes, färben wir unser Profilbild in den Landesfarben der Opfer. Das macht irgendwie ohnmächtig. Wir stumpfen ab.

13 Tote und unzählige Verletzte in Barcelona.

Warum verfickte Scheiße wird sowas gemacht? Ich kann das nicht ertragen, wie Menschen in der Lage sind auf solche Ideen überhaupt zu kommen und dann auch noch umzusetzen. Einfach alles zu zerstören. Danach ist es besser? Wollt ihr mich verarschen?

Das Schlimmste daran ist, dass ich auch diese ganze Durchhalte-Parolen-Scheiße nicht mehr hören kann. Wir. Und ich meine WIR ALLE inklusive dieser Menschen, die über uns stehen, sollten uns hinterfragen, was sich ändern muss. Und zwar radikal. Vielleicht sollte jeder am Tag für eine halbe Stunde etwas Sinnvolles für die Gesellschaft tun. Mal eine halbe Stunde nett zu ALLEN sein. Mal eine Suppe kochen und einfach mit den Nachbarn teilen. Keine Ahnung. Mal jemanden anlächeln. Einfach so. Ich weiß es nicht.

Oder vielleicht sollten wir einfach nur noch Fahrradfahren. Alle. Der Planet würde weinen vor Glück. Alle wären fit. Entspannt sowieso. Vielleicht sollten die Präsidenten dieser Welt mal den Jakobsweg gemeinsam mit dem Rad fahren. Was würde das wohl bewirken? Es ist schön. Es macht Spaß. Es macht uns glücklich. Jeder kann es machen/lernen. Fahrräder gibt es genug für jeden. Ich würde das toll finden. Doof oder?

Warum erzähle ich dir diesen Kram eigentlich? Weißt du…ich bin eigentlich nur noch traurig und muss mich sehr über unsere Welt wundern. Wie gleichgültig wir geworden sind. Wir zerstören unser Zuhause und das von anderen. Das muss aufhören. Es muss. Sonst sagen wir gemeinsam „Gute Nacht“ zur lieben Menschlichkeit.

Achja, die Sache mit dem Fahrrad hat noch einen anderen Effekt. Du kannst mit einem Fahrrad nicht in eine Menschenmenge rasen und 13 Leute überfahren.

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