19 Jan 2017 / By  / gallery

Zunächst einmal zu den Fakten. Knapp 30 Operationen wurden durchgeführt und mehr als doppelt so viele Schrittmacherabfragen stehen zu Buche. Das kann sich sehen lassen in der Kürze der Zeit. Einwaschen. Anziehen. Vorbereiten. Schnitte. Sonden. 1 Kammer. 2 Kammer. 3 Kammer. CRT. Ventrikel. Blut. Bangen. Zumachen. Mal schnell. Mal langsam. Einfache und komplizierte Eingriffe. Wahnsinn. Teilweise 12 – 14 Stunden Tag. Nächstes Jahr stehe ich auch am Tisch. Ohne Kamera. Da hau ich die Schrittmacher selber rein. Hut ab, Freunde. Ihr habt mich mal wieder sehr verblüfft. Profis bei der Arbeit. Dann kommt noch dazu, dass die Kooperation […]

14 Jan 2017 / By  / gallery

Der Mann ist 97 Jahre alt und bekommt einen Schrittmacher. Die Angehörigen fragen uns, wie lang die Batterie hält. „So ca. 10 -12 Jahre!“ sagen wir. Mit erstaunten Augen werden wir gefragt, was denn danach passiert…Äh was sagt man da vor lauter Schreck? Soll er einfach mit 107 nochmal kommen. Wobei man hier auch nicht ganz sicher sein kann, wie alt der Mann wirklich war. Er könnte auch 20 Jahre jünger oder älter sein. In Kenya wurden nämlich erst ab den 60er Jahren Geburtsurkunden eingeführt. Da staunst du manchmal nicht schlecht, bei solchen Geschichten. Ich stell mir gerade […]

11 Jan 2017 / By  / gallery

Der Schnitt bei 4 Operationen pro Tag ist gut, könnte aber besser sein, wenn nur die Patientenvermittlung nicht so kompliziert wäre. Das sind leider die strukturellen Probleme in Kenya. Die jungen potenziellen Patienten sind scheinbar nirgends erfasst und laufen wahrscheinlich ihr halbes Leben mit einer schwachen Pumpe rum. Was könnten Sie wohl leisten, wenn Sie dieses kleine Gerät in ihrer Brust hätten. So kommt es, dass wir Kinder und alte Menschen operieren. Aber irgendwie nix dazwischen. Ach man das ist immer so ärgerlich. Hmm gut das lässt sich jetzt wohl nicht so schnell ändern. Es braucht Kontinuität und […]

10 Jan 2017 / By  / gallery

Ein ganz normaler Tag in Kenya. Wir wurden am Samstag zu einer Taufe eingeladen. Irgendwo 25 km außerhalb von Nairobi entfernt. 7 Uhr soll uns das Taxi abholen. Genau ab diesem Zeitpunkt geht schon der ganz normale Wahnsinn wieder los. Der bestellte Fahrer kommt fast eine Stunde zu spät. Zwei verrückte Typen in einer Karre, die gefühlt 6 Millionen Kilometer runter hat. Eins habe ich in dem Zusammenhang über kenianische Autos gelernt. Je mehr die Zerstörung ist, desto imposanter muss die Bassrolle sein. 9 Personen in einem Kleinwagen? Klappernde Dämpfer, Achsen, Kupplungen und hängende Auspuffrohre? Kein Problem. Hauptsache […]

09 Jan 2017 / By  / gallery

Ich habe beim letzten Mal viel über die Schattenseiten geschrieben und war zum Teil erstaunt wie die Lebensbedingungen hier sind. Ich hatte aber auch gesagt, dass Kenya eine Chance verdient hat und uns hier auch gern positiv überraschen kann. Und man mag es kaum glauben aber die Überraschung ist das Krankenhaus. Keine hochmoderne Privatklinik mit europäischem Standard. Muss ja auch nicht sein. Ein indisches Missionskrankenhaus. Der Stationsrundgang steht zwar noch aus, aber die Kardiologie ist sehr gut ausgestattet. Gut, im Kontrollraum tropft es etwas von der Decke, da schiebt man eben einfach die Rechner ein bisschen nach rechts. […]

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Die lange Nacht
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