Alphatier

13 Jul 2017 / By  / IN Allgemein / gallery

Es ist der erste Morgen hier auf Ibiza. Ja diese Wahnsinns-Ibiza-Hochzeit. Wie oft habe ich darüber jetzt schon gesprochen. Es analysiert und mich gern zurück erinnert. Aber ich hatte ja neben der Hochzeitsreportage auch noch einen kleinen Spezialauftrag. Ich durfte vom Fotohaus Klinger eine Sony Alpha 7R2 testen. Nachdem ich das 5000 Seiten Handbuch in Leipzig gelassen habe und der erste Abend hier keinen Platz zum Experimentieren ließ, ist das heute meine erste Amtshandlung. Mal schauen wie die ersten Gehversuche so sind. Im Haus ist es sehr ruhig und jeder ist so ein bisschen mit sich selbst beschäftigt. Perfektes Setting für mich und ich kann mich in Ruhe an das Handling der Sony gewöhnen. Ziemlich viele Knöpfchen, Rädchen und Schalter. Ich suche mir immer als Erstes irgendeine Einstellung, um erstmal loszulegen. Das mache ich auch und schieße mich schnell warm. Ich mag das sehr wertig verarbeitete Gehäuse. Da spürst du die Qualität in der Hand. Vorn das 50mm 1.8 von Zeiss drauf und ich bin quasi im Unsichtbarkeitsmodus unterwegs, da die Sony komplett geräuschlos arbeitet, kann man sehr ruhige Situationen festhalten ohne aufzufallen. Das mag ich sehr. Nach ein zwei Stunden setze ich mich dann das erste Mal an den Rechner und spiele die ersten Bilder ein. Die Datenmengen sind riesig. 42 Megapixel Vollformatsensor sind schon eine Ansage. Ich mach es mal kurz. Farben, Dynamikumfang, Schärfe, Geschwindigkeit und der eingebaute 5-Achsen-Bildstabilisator sind tatsächlich spitze. Das ist einfach nur hochwertige Fototechnik und mir gefallen die Ergebnisse. Ich habe noch ein bisschen Zeit bis zum ersten Programmpunkt heute und so kann ich noch ein bisschen was ausprobieren. Ich klicke mich ein bisschen durch das Menü und schau mal, was man alles so machen kann. Kurz: Man kann gefühlt alles mit der Sony machen. Aber diese ganzen Spielereien interessieren mich meistens erst später. Also knipse ich lieber weiter. Du kannst dir sämtliche nützlichen Funktionen auf einige frei programmierbare Tasten legen und gewöhnst dich nach und nach an das Handling. Ich mag auch das Klappdisplay. Ich liebe solche schlichten und sinnvollen Tools. Sonst liegst du auf dem Bauch. Hier kannst du dich hinhocken. Danke dafür.

Aufnahme 299, 300, 301, 30…Schluss. Akku leer. Akku leer. Nach nicht mal 3 Stunden Einsatz und 300 Auslösungen ist Feierabend. Ich habe noch einen zweiten Akku einstecken und muss den hier an die Dose hängen. Nur reicht das leider nicht für den Rest des Tages. Das wiederum ist sehr sehr ärgerlich. Um nicht zu sagen: Das nervt. Wie sollen wir denn mit euren Megakameras gute Arbeit abliefern, wenn ich gefühlt ständig 10 Akkus mit mir rumtragen muss? Das macht irgendwie keinen Sinn für mich. Bei einer 3.000 € Kamera finde ich das albern. Aber so ist das eben und dann müssen auch die Hersteller damit leben, dass ich dann später auf „Madame Zuverlässig“ zurückgreifen muss. Wir machen einen Spaziergang durch die Inselhauptstadt. Es ist der dritte Tag dieser Ibiza-Hochzeit und ich kann mal kurz durchpusten. Mit der Sony um den Hals geht es gemütlich durch die Gassen der sehr netten Altstadt. Wir klettern nach oben auf die Stadtmauern und ich knipse fröhlich drauf los. Ich sehe schon den kleinen rot blinkenden Batterielaufzeitbalken. Man ey, das gibts doch nicht. Also pack ich die Kamera wieder weg, wir haben heute noch ein sehr langes Programm auf der Uhr.

Nun will ich das aber nicht so ewig ausschlachten. Das Problem ist sicher bekannt und wird wohl irgendwann auch gelöst.

Was bleibt sind fantastische Fotos mit einer wahnsinns Detaildichte und sehr scharfen Bildern. Das muss man Sony echt lassen! Die Kamera in Kombination mit den Zeissoptiken (oder der sehr guten Adaptionsmöglichkeit mit anderen Linsen) ist schon echt eine Granate. Nur nicht meine. Manchmal ist das mit der Liebe so. Man kann sich nicht immer aussuchen, was das Herz will. Nicht böse gemeint, Sony.

 

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