Wie war´s denn?

18 Feb 2015 / By  / IN Orte / gallery

Ich lese immer mehr lieblose Berichte aus der Kategorie „Da hab ich das gemacht und war dort und dann habe ich das gesehen. Dann stand ich dort und bin da lang gefahren!“ Hmm. In irgendeinem Flugzeug konnte ich zwischen die beide Sitze vor uns schauen. Da saß ein Typ, der hat eine Auflistung auf dem Handydisplay geöffnet. Innerhalb von wenigen Wochen ist er um die halbe Welt gereist. Die letzte Notiz war „Heute hier in X und morgen fliege ich weiter nach Y.“ Das hat mich nachdenklich gemacht. Geht es beim Reisen um die Masse und die Anzahl der Orte, die man bereist. Kann ich dann in bestimmten Kreisen angeben und sagen ich war da und da. Letztens hatte ich einen kleinen Urlaubssmalltalk. „Wie war es?“ Da habe ich ein bisschen was von unserer Thailandroute erzählt. „Was??? Ihr seid nicht auf X gewesen und habt das und das nicht gemacht. Da habt ihr was falsch gemacht!“ Hmm. Also wenn ich ehrlich bin: Ich habe nicht das Gefühl, dass ich etwas Falsches gesehen oder gemacht habe. Die Bauchentscheidungen waren die Besten. Einfach sich spontan für etwas Anderes entscheiden. Spielt überhaupt keine Rolle wo ich war. Koh Samui, Phuket und die gefühlten weiteren 3000 tollen Orte wurden nicht angereist. Habe ich dadurch etwas verpasst? Wenn ich diesen Thailandtrip reflektiere…Ganz klares NEIN. Am Ende bestärkt es mich weiterhin auf meine Neugier und meinen Instinkt zu hören.

Trotz dieser Gedanken gibt es noch eine Menge tolle Sachen, die so passiert sind Einprägsam und bei jeder unserer Erzählung dabei war definitiv die kleine Führung durch Bangkoks Rotlicht. Begriffe wie Fleischbeschauung, Ping Pong, Stripclub bekommen eine völlig neue Dimension und Bedeutung. Kurz gesagt: sollte man sich mal geben. Achja, Ladyboys erkennt man am Kehlkopf und an den Füßen. Falls es da mal ein Problem geben sollte!!! 😀 Aber das reicht uns auch erstmal mit Bangkok. Wir wollen weiter durch Thailand ziehen und haben uns für Chiang Mai im Norden entschieden. Wie sich im Laufe der Zeit herausgestellt hat, machen das irgendwie Alle. Egal. Ich muss an der Stelle auch mal etwas revidieren. So extrem easy eine Unterkunft spontan zu finden, ist es scheinbar in Thailand auch nicht mehr. Zumindest nicht zu jeder Tageszeit.

Obwohl wir uns nicht so richtig für die Empfehlungen und Tipps entscheiden konnten, hat es uns Chiang Mai ganz schön angetan. Zum Beispiel Tom & Anna. Danke für den netten Abend und eine gute Weiterreise für euch. Dadurch haben die besoffenen und Karaoke singenden Touristen nicht ganz so gestört! 😉 Was man aber tatsächlich unbedingt mal machen muss, ist eine Radtour am Ping Fluss. Wir haben einfach versucht immer am Wasser entlang zu fahren. Das ist zwar wahrscheinlich nicht so spektakulär wie der nicht weit entfernte Mekong. Die Gesichter der Thais, als wir gefühlt die ersten Touristen der Neuzeit waren, die durch Chiang Mais Vororte mit dem Fahrrad fahren, waren nicht weniger aufregend. Sogar der Wochenmarkt, und ich bin nicht so der große Märkte-Fan, war cool. Spätestens als die ganze Stadt auf Pause gedrückt hat, um für die Nationalhymne Thailands inne zu halten. Am Ende ist es eigentlich vielleicht egal wie man die Region erkundet. Man sollte es aber unbedingt machen.

 

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